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Bericht Kabel Deutschland Installation

Kabel-Deutschland

Heute wurde mit einer Kraftanstrengung (fast 4 Stunden dauerte die heutige Installation) der Internetzugang via Kabel Deutschland installiert.

Das Ergebnis ist genial, anbei der neutrale Speedtest der Bundesnetzagentur: Von den versprochenen 100 MBit Downstream werden sogar 105 MBit erreicht (vorher bei Telekom DSL-16.000 waren es 12 MBit), der Upstream beträgt 6 MBit (vorher T-DSL: 0,8 MBit).

Laut der Studie der Bundesnetzagentur surfen in Deutschland nur 3,8% der Nutzer mit mehr als 50 MBit und davon erreichen nur 36% der Benutzer die volle Geschwindigkeit.
98,6% der Deutschen haben also langsamere Internetzugänge als Gerolzhofen.
Das ist ein Standortvorteil, den wir nutzen müssen!
Ich habe bereits das erste Feedback aus meinem Umfeld, die wegen dem schnellen Internet nach Gerolzhofen ziehen wollen.

Ein 100-MBit-Internetanschluss bringt unserer Stadt Neubürger!

So schön das ist, umso stärker ist der digitale Graben in Gerolzhofen sichtbar, wenn an den Rändern oder v.a. im nördlichen Gewerbegebiet immer noch nur mit 3 MBit gesurft werden kann. Daher ist mein größtes persönliches Ziel im Stadtrat, einen flächendeckenden Ausbau in ganz Gerolzhofen mit mind. 50 MBit zu erreichen.
Ich habe mit meinen Anträgen im Stadtrat bereits erreicht, dass wir nächstes Jahr mit 10.000 € Eigenmitteln ins Förderverfahren einsteigen können und für die Folgejahre sind 150.000 € Eigenmittel in den Haushalt eingestellt (das ist ein ganz anderes Thema, aber es sei hier am Rande erwähnt: Auch als Einzelkämpfer im Stadtrat kann man politisch einiges bewegen, die Demokratie und kommunale Selbstverwaltung funktioniert!).
Mit Kabel Deutschland und der Deutschen Telekom und der ÜZ Lülsfeld haben wir jetzt drei Unternehmen in Gerolzhofen, die grundsätzlich über die Infrastruktur für schnelles Internet verfügen, und durch den Einstieg von Kabel Deutschland ist ein Teil von Gerolzhofen bereits mit super-schnellem Internet versorgt, so dass die Fördersumme vom Bayerischen Staat (max. 500.000 € pro Kommune) jetzt wirklich ausreichen könnte, um die Internet-Infrastruktur in ganz Gerolzhofen auf ein gutes Niveau zu bringen.

Zurück zur Installation von Kabel Deutschland:

Die ausführende Fremdfirma, die die Installationen vornimmt, war bei 4 Terminen mit 4 unterschiedlichen Technikern da, die sich alle ein neues Bild von der Lage machen mussten, da keiner etwas vom Vorgänger wusste. Das hätte deutlich besser laufen können, aber jeder Techniker für sich genommen hat einen guten Eindruck gemacht (auch wenn sich einige Aussagen widersprochen haben).

Auch die Kabel-Deutschland-Hotline hat mir am Anfang mehrere widersprüchliche Aussagen gemacht.

Letztendlich hat Kabel Deutschland aber in Summe ca. 5 Stunden direkte Arbeitszeit in die Bereitstellung meines Internetzugangs investiert (plus die Vorarbeiten), die mir als Endkunden nicht in Rechnung gestellt werden, sondern von Kabel Deutschland getragen werden . Daher kann ich in Summe nichts Schlechtes über Kabel Deutschland sagen, im Gegenteil: Der Bürgersteig wurde aufgegraben, Hausanschlüsse ausgetauscht, die Kabel im Haus erneuert und die Techniker hatten alle größten Respekt vor einer Prüfung durch Kabel Deutschland und haben sich an alle elektrischen Vorschriften strengstens gehalten. Der nicht perfekte Erdanker für die Erdung der Leitung hat bei mir zu einer größeren Verzögerung geführt und unser Gerolzhöfer Elektrobetrieb setzt im Moment eine Erdungsschiene nach der anderen, da die Kabel-Deutschland-Techniker gleich wieder gehen, wenn sie keinen vorschriftsmäßigen Potentialausgleich vorfinden.

Ich ziehe ein sehr positives Fazit!

PS: Hier die Links:
Kabel Deutschland Verfügbarkeitsprüfung: https://www.kabeldeutschland.de/shop/verfuegbarkeit/adresse
Speedtest der Bundesnetzagentur: http://www.initiative-netzqualitaet.de/zum-test/
Breitbandstudie der Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Breitband/Dienstequalitaet/Qualitaetsstudie/AbschlussberichtQualitaetsstudie.pdf;jsessionid=2CBFBEE6AF65E771A4F425DD3BB9BD6A?__blob=publicationFile&v=1

PPS: Während wir uns über 100 MBit freuen, rollen viele Länder der Erde, z.B. unser Nachbarland Schweiz, gerade 1000 MBit aus: http://www.heise.de/newsticker/meldung/1-GBit-s-Internetzugang-der-Swisscom-verfuegbar-2043735.html
Die Briten testen gerade Internetanschlüsse mit 10000 MBit: http://www.heise.de/netze/meldung/BT-testet-Breitbandnetz-mit-10-GBit-s-1756374.html
International gesehen hecheln wir also ganz heftig hinterher.

40.000 € für die Jugend!

Gestern (04.11.2013) war Stadtratssitzung mit Haushaltsberatung.

Für die Jugend (u.a. Skaterplatz, Jugendtreff) waren in den nächsten beiden Jahren eingestellt:

  • Ursprüngliche Planung 2014: 0 €
  • Ursprüngliche Planung 2015: 5.000 €

Trotz Sparbemühungen aufgrund der Geomaris-Kostensteigerungen habe ich als Jugendreferent der Stadt Gerolzhofen dringende Maßnahmen für die Jugend gefordert und konnte mich durchsetzen.

Folgendes Ergebnis habe ich erreicht, mit starker Unterstützung von unserem ehemaligen Die-Jungen-Stadtrat und jetzigen Bürgermeister Thorsten Wozniak:

  • 2014: 0 € –> 20.000 €
  • 2015: 5.000 € –> 20.000 €

Ich stelle mir folgende Verwendung der Gelder vor:

  • Reparieren der Elemente am Skaterplatz, v.a. das eingesunkene zentrale Element
  • Neubau eines weiteren Wendeelements
  • ggfs. Schaffung eines weiteren Treffpunktes für die Jugend, wo sie ungestört unter sich sein können

Ganz wichtig: Die Verwendung der Mittel wollen wir in einem Workshop mit den Profis, nämlich den Jugendlichen, erarbeiten.

Weiterhin möchten wir die Elemente am Skaterplatz gemeinsam mit den Jugendlichen selbst bauen. Dann kann man noch mehr aus dem Geld machen.

Demographie-Spiegel für Gerolzhofen

demographie-geo

Ich bin gerade über den „Demographie-Spiegel für Gerolzhofen“ vom „Bayerische Landesamt für Statistik“ gestoßen.

Der Landkreis Schweinfurt ist in der schlechtesten Kategorie „stark abnehmend“ und Gerolzhofen liegt noch mal unter dem Durchschnitt vom Landkreis Schweinfurt. Das hätte ich nicht gedacht. Bei vielen Kennzahlen sind wir ja ganz gut dabei (z.B. Arbeitslosenquote). Das wird wirklich eine Herausforderung für den Stadtrat, hier die Weichen in die richtige Richtung zu stellen, um Gerolzhofen attraktiv zu machen, das unsere Einwohnerzahl nicht ganz so stark zurück gehen wird, wie in der Studie prognostiziert.

Hier ist er zu finden: statistik.bayern.de/statistik/gemeinden/09678134.pdf

Schildbürger-Schild

geknicktes_schild

Also das war wirklich ein Schildbürgerstreich, was bei der letzten Verkehrsschau rauskam: Das Fussgängerzonen-Schild am Anfang der Spitalstraße wurde vorversetzt, um die Bürger am Parken zu behindern, damit die Fussgänger vorbeikommen und (z.B. mit Kinderwagen) nicht in den Brunnen runtermüssen oder nah an der Straße außen rum. Hört sich ja erst mal gut an.

Ich habe damals im Stadtrat dagegen gestimmt (zusammen mit Markus Reuß und Heinz Lorz, alle anderen waren dafür, leider war das ein Maßnahmenpaket aus ca. 10 Einzelmaßnahmen, über die nur in Summe abgestimmt wurde). Mein Grund war damals, dass die Gewerbetreibenden in der Spitalstraße das Problem haben, dass die Kunden nicht zu ihnen kommen können, z.B. die Metzgerei & Bäckerei lebt zu einen Teil von Autofahrern, die eine Brotzeit kaufen. Aber wo parken? Bei der Brunnensanierung wurden schon Parkplätze vernichtet, der sinnlose Fahrradständer frisst einen Parkplatz und mit dem Versetzen der Schildes wurden wieder zwei Parkmöglichkeiten vernichtet.

Jeder will heute vor dem Geschäft parken, daher boomen die Märkte auf der grünen Wiese oder die Stadtgalerien. Wir wollen angeblich die Innenstadt und ganz besonders die Spitalstraße beleben, machen sie aber mit solchen Aktionen immer unattraktiver für potentielle Kunden und somit für Unternehmer. Da will man die Bürger erziehen, stattdessen stimmen sie mit den Füßen ab und fahren halt woanders hin zum Einkaufen.

Aber zurück zum Schildbürger-Schild: Jetzt wird viel gefährlicher hinter das Schild gefahren, um da zu parken (Kann ich verstehen: Lieferverkehr ist ja frei, man holt ja nur vom Metzger seine Leberkässemmel-Lieferung ab), und beim Rückwärts ausparken wurde jetzt gleich mal das Schild umgefahren.
Sorry, das war nun wirklich vorhersehbar.
Ich befürchte aber, das geht jetzt ähnlich so wie bei den Bollern am Brunnen ein paar Meter weiter: Das wird jetzt x-mal im Jahr neu gerichtet, anstatt dem Bedürfnis der Bürger nach geschäftsnahen Parkplätzen entgegen zu kommen.

Auf dem Bild sieht man schön, wie jemand hinter dem Schild geparkt hat und gerade rückwärts ausparkt (so muss es auch umgefahren worden sein) und wie jetzt rechts jemand noch gefährlicher an der Straße in der Kurve parkt. Vorher hätten die zwei Autos problemlos und sicher vor dem Schild parken können.

1-GBit-Internetanschlüsse in der Schweiz

Unser Nachbarland, die Schweiz, fängt an 1-GBit-Internetanschlüsse auszurollen (wie immer mehr technisch fortschrittliche Länder).
1 GBit sind 1024 MBit.
Zum Vergleich: Wir haben ADSL mit max. 16 MBit oder VDSL mit max. 50 MBit.
Ein (auch von mir persönlich politisches) Fernziel ist es, Gerolzhofen mal komplett auf 50 MBit zu bringen.
Bis das so weit ist, sind im Ausland vermutlich 10-Gbit Standard
Und bei uns sind 16 MBit nicht mal 16MBit, weil die Telekom sich gerade von der Netzneutralität verabschiedet und z.B. YouTube-Datenverkehr so langsam überträgt, um auf der anderen Seite auch noch mal zu kassieren („Schöne Daten haben Sie da, wäre doch schade, wenn denen auf dem Weg zum User was passiert“).
Und nach Endkunde und Serverbetreiber kassiert die Telekom auch noch eine dritte Seite ab, nämlich die Kommunen: Schnelle Leitungen werden nur gelegt, wenn die Stadt der Telekom quasi alles zahlt (Erdbauarbeiten, Verteilerschränke, etc.).
Bei der Privatisierung der Telekom ist verdammt viel schief gegangen.